 |
Siliziumkarbid (SiC)
Im Vergleich zu Korund besitzt Siliziumkarbid eine höhere Härte, dafür eine wesentlich geringere Zähigkeit. Es eignet sich deshalb besonders gut zur Bearbeitung von folgenden Materialien bzw. Werkstoffen:
- alle Arten von Glas, Keramiken, Stein und zum Teil auch für Ingenieurkeramik
- Aluminium, Kupfer, Bronze, Messing
- austenitische Stähle, rost-, säure- und warmfeste Stähle
- hochlegierte, gehärtete Stähle (Werkzeugstähle), Nitrierstähle
- Grauguss, Temperguss und Stahlguss
- Hartmetalle im gesinterten und gehärteten Zustand
- organische Stoffe wie Leder, Kunststoffe
Der Einsatzbereich von Siliziumkarbid liegt wegen der hohen Wärmeleitfähigkeit überall dort, wo die Wärmeempfindlichkeit des zu bearbeitenden Werkstoffs unbedingt zu berücksichtigen ist. Das können beispielsweise Teile aus hochlegierten Stählen sein, welche im Flugzeugbau verwendet werden.
Die vorangegangene Auflistung der mit Siliziumkarbid gut zu bearbeitenden Materialien und Werkstoffe ist als Zusammenfassung zu betrachten. Siliziumkarbid wird bekanntlich in einer grünen sowie in einer „dunklen“ Version hergestellt. | Hellgrünes Siliziumkarbid ist extrem schneidfreudig und wegen seiner besonderen Splittercharakteristik, die als „scharfkantig und spitz“ bezeichnet wird dort im Einsatz anzutreffen, wo die Werkstoffhärte und/oder die grosse Dehnung typische Merkmale sind. In bezug auf die Härte gilt hellgrünes Siliziumkarbid nach wie vor als bester Ersatz für Diamant, wenn dieser sich aus Kostensicht nicht rechnen lässt. |


| Dunkles Siliziumkarbid ist sehr hart, aber bedeutend weniger spröd als die „grüne Version“. Es splittert brockig, vergleichbar mit Normalkorund, wobei aber im Gegensatz zu letzterem scharfe Kanten entstehen. Das verleiht dem dunklen Siliziumkarbid seine typischen Eigenschaften. | |
ABC der Schleiftechnik

Schleif-Grundlagen


Korngrössen

Bindungen

Konzentrationen

Bezeichnungen

Härte

Struktur und Porosität

Sicherheit

[ Erweiterte Suche ]
|