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Diamant
Diamant besteht aus reinstem Kohlenstoff und weist eine Härte von 7000 N/mm2 auf; der härteste bekannte Stoff. Naturdiamant verliert seine extreme Härte über etwa 800°C, seine synthetische Form, der in der Retorte hergestellte künstliche Diamant, bei etwa 850°C. Diamant zerfällt dann wieder in sein ursprüngliches Kohlenstoffgitter und wird weich „wie eine Bleistiftmine“. Prinzipiell bestehen keine markanten Unterschiede zwischen den natürlichen und den künstlich hergestellten Diamanten. In einigen Schriften wird zwar darauf hingewiesen, dass der künstliche oder synthetische Diamant nicht nur etwas wärmeresistenter sei, sondern auch bezüglich seiner mechanischen Belastung geringfügig anders reagiere, d.h. etwas resistenter gegen Stossbeanspruchung sei. |


| Diamantschleifscheiben werden aus beiden Arten von Diamanten hergestellt, wobei für Scheiben mit kleinen Korngrössen heute überwiegend künstliche Diamanten verwendet werden. Die Korngrössen reichen von 0.002 mm bis über 0.500 mm. Diamantscheiben sind — wie CBN-Schleifscheiben.— auch unterschiedlich konzentriert, d.h. das Karatgewicht pro cm3 wird vom Scheibenhersteller aufgrund der Einsatzbedingungen festgelegt.
Diamantschleifscheiben eignen sich vornehmlich zum Bearbeiten amorpher und/oder extrem harter Werkstoffe (z.B. Hartmetalle) sowie für faserverstärkte Kunststoffe. Für kohlenstoffarme Stähle sollte man sie nicht verwenden, weil der Kohlenstoff des Diamanten, seiner chemischen Affinität zu Stahl wegen, in die Randzone des Werkstücks diffundiert (Kohlenstoffwanderung). Dabei baut sich der harte Diamant verhältnismässig schnell ab (starker Verschleiss) und es kann unter ausreichender Wärmeeinwirkung sogar zu einer Aufhärtung durch Karbidbildung in der Randzone des Werkstückes kommen. | |
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