Schleifen - Schleifmittel (Schleifstoffe)
Jede Schleifoperation kann als Zerspanungsverfahren mit undefinierter Schneide bezeichnet werden, weil der Spanwinkel im Bereiche von etwa - 45° bis - 80° liegt, abhängig von dem eingesetzten Schleifmittel (Kornart) und den Einsatzbedingungen. Dabei spant nicht, wie bei den Verfahren mit definierter Schneide (Fräsen, Drehen, Räumen, usw.) nur eine Schneide, sondern eine normalerweise nicht bekannte Anzahl von Einzelschneiden gleichzeitig. Die effektive Schneidenzahl wird nicht durch einzelne Körner bestimmt, sondern durch das Konditionieren (Abrichten und Profilieren). An einem einzigen Korn entstehen während dem Konditionieren durch Kornsplitterung eine unbestimmte Anzahl von kleinsten Einzelschneiden, und zwar in Abhängigkeit der Korngrösse, des Konditionierwerkzeugs und der Konditioniervorgaben.
Trotzdem ist eine Schleifscheibe ein äusserst präzises Hochleistungswerkzeug. Der moderne Schleifprozess ist deshalb das Ergebnis der ständig steigenden Anforderungen an die Abtragsleistung Präzision und Prozesssicherheit. Mit modernsten Rohstoffen und Produktionstechniken werden Schleifwerkzeuge gefertigt, welche sowohl den Ansprüchen an Qualität als auch der verlangten Wirtschaftlichkeit voll Rechnung tragen. |