
Korngrössen von konventionellen Schleifstoffen
Nicht nur der eingesetzte Schleifstoff, sondern auch die gewählte Korngrösse beeinflusst das Ergebnis in ganz entscheidendem Masse. Dabei gilt etwa folgende Faustregel: „Je grösser das Korn, desto schneller kann zerspant werden und desto grösser ist die Standzeit der Schleifscheibe!“ Diese Formulierung mag im Bereiche des alltäglichen Schleifens eine gewisse Berechtigung haben, für Präzisionsschleifarbeiten trifft sie wohl weniger zu. Das lässt sich auf einfache Weise begründen: Mit den modernen Konditionierungsverfahren (Abrichten und Profilieren von Schleifscheiben) kann theoretisch ein Korn der Grösse 36 — mittlerer Durchmesser 0.5 – 0.6 mm — problemlos so „getrimmt“ werden, dass einerseits zuerst ein Leistungsschliff und anschliessend, mit anderen Konditioniervorgaben, sogar ein Feinschliff damit erzielbar wäre. Das Einzelkorn weist dann eine Vielzahl von kleinsten Schneiden auf.
Es ist jedoch schon richtig, die Hauptkorngrösse (siehe Mischkornscheiben) einigermassen zur Aufgabenstellung passend zu wählen. Vorrangig sind die angestrebte Abtragsleistung und die am Ende des Schleifprozesses zu erzielende Oberflächenqualität.
Übersicht über die Korngrössen konventioneller Schleifstoffe (es öffnet sich ein neues Fenster)
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