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Überlauf vorn (Flach- und Innenrundschleifen)

Können die zu schleifenden Oberflächen vorne, d.h. beim Flachschleifen an der dem Operateur zugewandten Seite und beim Innenrundschleifen beim Bohrungseintritt, überfahren werden, so sollte dazu mindestens 1/3 der aktiven Scheibenbreite benützt werden. Noch zweckmässiger wäre es, wenn der Überlauf vorne grösser als die aktive Scheibenbreite wäre, weil üblicherweise an diesem Punkt auch die Zustellung erfolgt. Besonders beim Innenrundschleifen besteht die Gefahr, dass durch den Zustellimpuls nicht nur die Scheibe beschädigt wird, sondern auch am Werkstück eine wohl kleine, aber unter Umständen nicht tolerierbare Anflächung entsteht. Ein Zustellimpuls auf dem Werkstück, z.B. durch eine Anfunksteuerung, entspricht einer schlagartigen Belastung der Scheibe und des Werkstückes. Fährt man ganz aus, so ergibt sich ein Schälschliff, welcher eindeutig zu einer genaueren Rundheit und Zylindrizität beiträgt. Zudem ergibt sich eine wesentlich kleinere Normalkraftkomponente (Normalkraft), weil durch den Schäleffekt die Scheibenkante stärker belastet wird, was sich aber in axialer Richtung, bezüglich der Kraftaufteilung, auswirkt.
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Letztes Update: 24.04.2012
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