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mittlere Schneidenraumtiefe

Wird eine Schleifscheibe konditioniert (Konditionieren), splittern kleinere und grössere Kornbruchstücke ab. Sie hinterlassen wegen ihrer Vielzahl und einer nahezu unendlichen Überdeckung im Schleifprozess eine relativ homogene Oberfläche. Deren Rauheit ist von der Scheibenspezifikation, den Konditionierungsvorgaben und den übrigen gewählten Stellgrössen abhängig. Logischerweise spielt auch der KSS und seine Art und Zusammensetzung dabei eine nicht unbedeutende Rolle. Betrachtet man nun die Scheibenoberfläche nach dem Konditionieren genau, fällt auf, dass sich nicht alle Kornschneiden auf derselben Höhe befinden. Berechnet man die theoretische mittlere Eindringtiefe der Scheibe, zeigt sich eine interessante Tatsache: In dieser mittleren Schneidenraumtiefe sind einige der Kornschneiden bestenfalls fähig, reibend über das Werkstück zu gleiten, andere können nur pflügen und aufwerfen und eine begrenzte Anzahl ist in der Lage, Späne zu bilden. Wäre das nicht so, könnte gar nicht geschliffen werden. Die Voraussetzung für eine Schleifspanbildung ist die Vorbereitung der Werkstücksoberfläche durch reibende und pflügende Kornschneiden. Erst wenn diese ihre Arbeit getan haben, können weiter vorstehende Kornschneiden in der Folge Späne bilden.
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Letztes Update: 24.04.2012
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