keramische Bindung
Gut splitternde und in unterschiedlichsten Arten und Zusammensetzungen (Rezepturen) anwendbare Bindungsmasse. Die keramische Bindung weist gegenüber anderen Bindungsarten den Vorteil auf, Porenräume zu bilden, wobei diese einerseits über den Pressdruck und andererseits, wenn die Porenräume besonders gross sein müssen, mittels ausbrennbaren Hilfsstoffen erzeugt werden. Poren - oder auch Strukturen genannt - sind notwendig um einerseits Kühlschmierstoff in die Kontaktzone zu transportieren und andererseits die Spanaufnahme zu ermöglichen. Je grösser die Abtragsleistung, desto grösser müssen auch die Porenräume sein. Keramische Bindungen lassen sich in verschiedenen Härten herstellen. Dabei wird das Alphabet verwendet, wobei der Bereich um E - F als extrem weich, G - I als weich, J - K mittel hart, L - O als hart, P - R als sehr hart und S - U als extrem hart gilt. Die Messverfahren zur Härtebestimmung sind aber nicht genormt, so dass nur selten die Härtebezeichnungen eines Herstellers mit den gleichlautenden eines anderen Herstellers übereinstimmen.
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