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Kammerdüse

Kühlschmierstoffdüse in Kammerbauweise. Sie ist lediglich in Richtung zur rotierenden Schleifscheibenarbeitsfläche geöffnet und überdeckt die Scheibe seitlich meist etwas (mit wenig Abstand zu den rotierenden Scheibenseiten). Die Ver-/Einstellung einer Kammerdüse muss in allen Freiheitsgraden möglich sein. Oben schliesst sie, aber noch ohne die Scheibe zu berühren, nahezu vollständig ab und sorgt so für das Ablenken des durch Grenzschichthaftung mit rotierenden Luftmantels. Unten wird sie so weit von der Scheibe entfernt, dass ein mit einer Flachschlitzdüse vergleichbare Austrittsöffnung für den Kühlschmierstoff entsteht. Einziger Unterschied zu einer Flachschlitzdüse: Die Schlitzöffnung wird nur von drei Seiten durch die Kammerdüse gebildet. Die vierte Seite ist die rotierende Scheibearbeitsfläche. Normalerweise werden Kammerdüsen mit wenig Druck aber ausreichender Menge, für eine stets sicher Füllung, versorgt. Für konventionelle Schleifscheibe mit grossen Nutzungsbereich sind diese Düsen ungeeignet. Dagegen werden sie in zunehmendem Masse zusammen für  Scheiben mit hochharten Schleifstoffen (CBN und Diamant) eingesetzt.

Achtung: Weil die Schleifscheibe den Kühlschmierstoffstrom auf etwa Umfangsgeschwindigkeit beschleunigen muss, kann ganz besonders im Bereiche des Hochgeschwindigkeitsschleifens ein nicht unwesentlicher Teil der installierten Schleifleistung allein für die Strahlbeschleunigung wegfallen.
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Letztes Update: 24.04.2012
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