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Gleichlaufkühlung und –Reinigung nach OTT
Bereits 1975 hat OTT gezeigt, dass ein kalibrierter, pseudolaminarer Kühlschmierstoffstrahl dann an der Umfläche der Schleifscheibe haftet, wenn er mit derselben Geschwindigkeit zugeführt wird, wie die Schleifscheibe als Umfangsgeschwindigkeit aufweist. Man kann unter diesen Bedingungen problemlos beobachten, wie der KSS-Strahl, entgegen der wirkenden Zentrifugalkraft, über einen Winkelbereich von etwa 30° bis 40° an der dem Strahl zugewandten Seite der Scheibe haftet. Auf diese Weise kann zumindest soviel KSS in die Kontaktzone gelangen, wie die Scheibe in ihrer Randpartie aufnehmen und transportieren kann. Die korrekte Strahlgeschwindigkeit wird über den Kühlschmierstoffdruck erzeugt. Damit der KSS-Strahl tatsächlich pseudolaminar austritt, muss die Düsenöffnung nach ganz bestimmten Voraussetzungen geformt und bearbeitet sein. Im Schnittgeschwindigkeitsbereich bis etwa 60 m/s ist es kein Problem, eine kostengünstige KSS-Pumpe zu finden, welche den erforderlichen Druck erzeugen kann. OTT hat nämlich gezeigt, dass bereits ab der 0.6-fachen theoretischen Strahlgeschwindigkeit die KSS-Haftung an der Schleifscheibe beginnt. Optimal sind absolute Gleichlaufbedingungen von Scheibe und KSS-Strahl. Liegt die Strahlgeschwindigkeit über jener der Schleifscheibe, so reisst die Haftung sofort wieder ab. | |

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