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E-Modul von Schleifscheiben

Der Elastizitätsmodul (E-Modul von Werkstoffen) von Schleifscheiben kann nur mit einem speziell dafür entwickelten Messgerät bestimmt werden. Über die gezielte Schwingungsanregung einer Schleifscheibe und ihrem Ausklingverhalten wird von einem Rechner der Elastizitätsmodul ausgegeben. Abhängig von der Scheibengrösse, -Form, -Härte und -Zusammensetzung ergeben sich unterschiedliche E-Modulwerte. Sie reichen z.B. bei weichen, offenen Scheiben mit der Form 1 und einem Durchmesser von 350 – 400 mm von etwa 24’000 – 32‘000 N/mmin². Harte, dichte Scheiben in gleicher Form und Dimension ergeben einen E-Modul von ca. 46’000 – 65‘000 N/mmin². Der so gemessene E-Modul hat sich in der Scheibenfertigung als durchaus zweckmässiges Messgrösse zur Bewertung der Chargengleichmässigkeit bewährt, auch wenn das Messverfahren gewisse Ansprüche an den Prüfer stellt und zudem nicht für alle Arten von Scheiben und deren Formen einsetzbar ist.

Für anwendungstechnische Zwecke hat der E-Modul keine Bedeutung, es sei denn, ein Anwender kontrolliert stichprobenmässig mit einem Messgerät den E-Modul der ihm vom Scheibenlieferanten angelieferten Scheiben auf Fertigungsgleichmässigkeit. Das kommt aber höchstens dann infrage, wenn wiederkehrende grosse Stückzahlen gleicher Schleifscheiben für kritische Schleifprozesse benötigt werden. Interessant: Scheiben sind vier- bis achtmal elastischer als Stahl!
 
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Letztes Update: 24.04.2012
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