Diamant
Härtester bekannter Stoff (Härte nach Knoop ca. 7000 N/mmin²). Er besteht aus reinstem Kohlenstoff C. Er kommt sowohl als Naturdiamant (Korngrössen normalerweise, aber nicht ausschliesslich, oberhalb einigen Zehntelmillimetern) wie auch als künstlich hergestellter Diamant (Herstellung in der Retorte) zum Einsatz. Die thermische Leitfähigkeit beider Diamantarten ist enorm gross. Wird ein Diamant thermisch überbeansprucht (Naturdiamant bei etwa 800°C, künstlicher Diamant bei ca. 850°C), so zerfällt er in sein Kohlenstoffgitter (oxidiert) und wird dann „weich wie eine Bleistiftmine“.
Werden Diamantscheiben und/oder Diamantwerkzeuge eingesetzt, so ist in jedem Fall für eine ausreichende Kühlung und/oder eine geringe thermische Belastung zu sorgen. Als Kühlschmierstoff eignet sich bei geringen Abtragsleistungen eine organische Lösung. Reicht die Benetzung einer organischen Lösung aus thermischen Gründen nicht mehr aus, so kann eine leicht geschmierte Emulsion (Ölgehalt ca. 15 – 20% im Konzentrat) oder aber ein dünnflüssiges Schleiföl (Viskosität zwischen ca. 2.5 und 3.5 cSt./40°C) Verwendung finden. Da Diamant auch bei höchsten Schnittgeschwindigkeiten nicht mehr dynamisch härter wirkend gemacht werden kann, wird normalerweise mit 18 – 25 m/s geschliffen.
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